Kurz vor unserem Sommerurlaub wurde bei Alma eine Kontrolle des Sehvermögens durchgeführt. Sie war ein paar Monate vor der Kontrolle zwei Jahre alt geworden und kannte schon eine Menge Wörter. Wir hatten im Zeitraum vor der Kontrolle mit Alma einige Symbole geübt, die ihr bei der Kontrolle des Sehvermögens gezeigt werden würden. Dies würde die erste Kontrolle sein, bei der sie tatsächlich erzählen kann, was sie sieht. Deswegen waren wir SEHR gespannt!

Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Die Schlussfolgerung der Untersuchung war, dass Alma nun auf ihrem erkrankten Auge ein Sehvermögen von 40 % hat! Da uns damals in Aussicht gestellt wurde, dass wir froh sein konnten, wenn es 15-20 % erreichen würde, konnten wir unsere Begeisterung kaum zügeln! Laut dem Augenarzt bestand der Unterschied darin, dass sie mit dem Auge (wenn auch möglicherweise mit Hilfsmitteln) vielleicht lesen können wird, falls ihrem anderen Auge etwas geschieht. Dafür bestand zuvor keine Aussicht. Das ist also GROSSARTIG!

Das Augenpflaster – eine entscheidende Behandlung

Der Augenarzt und der Optiker waren milde ausgedrückt begeistert über das Ergebnis und sagten, dass wir wie bisher weitermachen sollten. Es besteht kein Zweifel daran, dass das Training mit dem Augenpflaster/der Augenklappe ausschlaggebend war. Wir bleiben dabei, ihr Auge während der Hälfte ihrer Wachzeit zu trainieren, und das schaffen wir auch so gut wie jeden Tag. An manchen Tagen ist es z. B. wegen Hitze, Müdigkeit oder Krankheit schwierig. Diese Tage versuchen wir zu kompensieren, indem wir am nächsten Tag ein wenig zusätzlich trainieren.

Alternative Behandlung von Sehstörungen bei Kindern

Auch wenn das Augenpflaster zweifellos der wichtigste Parameter bei der Verbesserung von Almas Sehvermögen ist, war es für mich ebenfalls wichtig, daneben noch andere Dinge auszuprobieren. Ich möchte nicht in 20 Jahren dasitzen und Zweifel haben, ob ich nicht doch mehr für Alma hätte tun können, um ihr das bestmögliche Sehvermögen auf diesem Auge zu sichern. Manche Dinge haben vielleicht keinen Unterschied gemacht. Andere Dinge vielleicht doch. Das weiß ich nicht, und ich werde auch wahrscheinlich keine Antwort darauf bekommen. Aber sie haben in jedem Fall keine negativen Auswirkungen auf das Resultat gehabt und mir ein wenig mehr Ruhe verschafft. 

Im nächsten Blogbeitrag berichte ich ein wenig darüber, wie ich mit Alma im Alter von 8 Monaten (direkt nach der Operation) bei einer intensiven Akupunkturbehandlung war, und über ein Nahrungsergänzungsmittel, auf das wir gestoßen sind, und das es ein paar Mal pro Woche zum Frühstück gibt.